Rückblick 2008

Im Jahr 2008 besuchte ich zwölf verschiedene Inszenierungen der Contes.

Die Aufführungen in Bergen, Flensburg und in Stralsund konnte ich nicht besuchen.



Hervorragende Regieleistungen erlebte ich in Bern (Johannes Erath), Warschau (Harry Kupfer), Aachen (Corinna von Rad). Sehr gute Regieleistungen konnte ich in Lissabon (Christian von Goetz), London Covent Garden (John Schlesinger), in Nordhausen (Sören Schumacher) und Luzern (Peter Carp) sehen.

Das opulenteste Bühnebild gab es in London Covent Garden (William Dudley), das fantastischste in Warschau (Hans Schavernoch), die zur Inszenierung kongenialsten waren in Bern (Kaspar Glarner) und Lissabon (Gabriele Jaencke). Das technisch aufwändigste bot Genf (Pierre-André Weitz)

Die beiden besten Orchester hörte ich in Genf und Lissabon. Sehr gute Orchester bei den von mir besuchten Aufführungen gab es in Wiesbaden, London Covent Garden, Aachen, Trier, Bern, Luzern, Erfurt und Nordhausen.

E.T.A.-Faktor:

Damit meine ich die Umsetzung dieses Werkes als opéra fantastique im Sinne der Erzählungen E.T.A. Hoffmanns, die psychologische Vertiefung und besonders das subjektive Erleben, dass man sich von der Intensität der Darstellung in eine Traumwelt versetzt fühlt.


Bern • Aachen • Nordhausen • Warschau • London • Lissabon • Genf



Hoffmann:

Rolando Villazon (London) • Yikun Chung (Aachen) • Jason Kim (Luzern)
Fabrice Dalis (Bern) • Hugo Mallet (Nordhausen) • Richard Carlucci (Erfurt)


die Muse / Nicklaus:

Anja Daniela Wagner (Nordhausen) • Kristine Jepson (London Covent Garden) • Ann-Katrin Naidu (eingesprungen in Köln) • Eva-Maria Günschmann (Trier) • Caroline Vitale (Luzern) Stella Doufexis (Genf) • Melanie Forgeron (Aachen) • Betsy Horne (Wiesbaden)


Olympia:

Sumi Kittelberger (Luzern) • Patricia Petibon (Genf) • Evelyn Czesla (Trier)
Julia Neumann (Erfurt) • Chelsey Schill (Lissabon), Alexandra Steiner (Nordhausen) • Michaela Maria Mayer (Aachen)


Antonia:


Maria Fontosh (Lissabon) • Hélène le Corre (Bern) • Ilia Papandreou (Erfurt)
Tatiana Plotnikova (Wiesbaden) • Rachel Harnisch (Genf) • Simone Stock (Luzern)


Giulietta:

Christine Rice (London) • Johanna Stojkovic (Aachen)
Fabienne Jost (Bern) • Tanja Baumgarten (Luzern)



die Widersacher:

Samuel Youn (Köln) • Johannes von Duisburg (Lissabon)
Derrick Lawrence (Luzern) • Carlos Esquivel (Bern) • Gavin Taylor (Nordhausen)


Durchweg am besten gesungen wurde in Luzern, und zwar schon bei der Premiere. Alle Rollen waren gesanglich ausgezeichnet besetzt. Auch in Aachen und Bern wurde insgesamt gut gesungen. Luz del Alba (Warschau) war die einzige Sängerin, welche alle drei großen Frauenrollen sang.

Das begeisterungsfähigste und applausfreudigste Publikum erlebte ich in Nordhausen. Auch im Royal Opera House am Covent Garden wurde fröhlich applaudiert, ebenso im Teatr Wielki in Warschau.

Am besten gefiel mir das Theater Sao Carlos in Lissabon mit seiner gediegenen Eleganz. Am spektakulärsten ist das Königliche Opernhaus am Covent Garden. Wiesbaden hat das schönste Pausenfoyer, Genf die prächtigste Eingangshalle. Die beste Akustik erlebte ich im Theater Nordhausen. Dort gab es auch die engagierteste Ensembleleistung. Die schönsten Programmhefte gestalteten das Teatr Wielki in Warschau und das Royal Opera House. Einführungen in die Oper gab es in Genf und Luzern.

Die höchste »Hoffmann«-Dichte hatte 2008 die Schweiz mit einer »Hoffmann«-Inszenierung pro 2,5 Millionen Einwohner, dann Norwegen mit einem »Hoffmann« pro 4,7 Millionen Einwohner, gefolgt von Deutschland und Portugal mit einer »Hoffmann«-Inszenierung pro 10 Millionen Einwohner. Unter den deutschen Bundesländern hatte Thüringen mit einem »Hoffmann« pro 1,1 Millionen Einwohner die höchste »Hoffmann«-Dichte. (Die von mir verpasste »Hoffmann«-Inszenierung in Düsseldorf/Duisburg wurde berücksichtigt und inzwischen nachgeholt.) Die besten in Deutschland produzierten »Hoffmänner« gab es in Aachen und in Nordhausen.

Nicht besucht bzw. verpasst habe ich »Hoffmänner« in Düsseldorf/Duisburg, Bergen (Norwegen), eine Open-air-Aufführung in Paris sowie einen in Boston (USA).

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