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| 3000 Besucher strömten zur Sommernacht in den Hesperidengärten |
| Opern-Arien auf dem Pferderücken |
| Ungewöhnliches Programm des Kultur-Projektbüros stieß auf große Resonanz Historisches Ambiente entfaltete seinen Zauber Spektakuläres Feuerwerk |
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Selbst mitten in den Sommerferien
und nach einer langen Festivalsaison
mit Dürerhasen-Jubiläum und Klassik-Open-Air
zeigen die Nürnberger
keine Anzeichen von Eventmüdigkeit.
Bester Beweis dafür war der
Publikumsandrang bei den Sommernächten
in den Hesperidengärten:
Rund 3000 Besucher ließen sich am
Freitag und Samstag die Mischung aus
Oper, Lichtbildschau, Feuerwerk und
Kostümspektakel nicht entgehen. Geheimnisvoll blakende Feuerschalen, Musik aus fernen Jahrhunderten und historisch kostümierte Gestalten allerorten: Die angebotene Zeitreise in die Vergangenheit passte bestens in den Rahmen der Johanniser Hesperidengärten, auch wenn dichte Menschentrauben an vielen Stellen vor allem am Freitag die Sicht und das Durchkommen erschwerten. Das muss man so nehmen, wie es ist, reagierten aber viele der Gäste erstaunlich gelassen auf die Enge und ließen sich den Spaß nicht verderben. Schließlich sollte ja im Gegensatz zu den zitierten Zeiten die Veranstaltung nicht einer elitären Gesellschaftsschicht vorbehalten bleiben, sondern möglichst viele Bürger ansprechen. Ein dickes Kompliment an das Publikum verteilte im Anschluss dann auch Projektbüro-Chefin Annekatrin Fries. Trotz des Riesen-Zuspruchs (Wir hätten das noch an einigen zusätzlichen Abenden machen können) sei das Konzept dieser ungewöhnlichen Kultur-Inszenierung bestens aufgegangen und auch für den Veranstaltungsort ohne negative Folgen geblieben: Wir sind am Tag darauf noch einmal hingegangen, und es war nichts herumgelegen oder umgeknickt. An den zwei Abenden selbst war es immer wieder der Charme der historischen Gartenanlage, die selbst die verschiedenartigsten Programmpunkte zu einer Einheit verschmelzen ließ: Phantasiefiguren wie Götter, Nymphen und Ungeheuer führten zwischen den Hecken Pantomimen auf, das Nürnberger Barockensemble wob einen feinen Klangteppich, die Ansbacher Rokokotanzgruppe demonstrierte höfische Eleganz. Höhepunkte waren aber zweifellos die Auftritte der Pocket Opera Company: Hoch zu Roß oder in einer unter Bäumen gestrandeten Barke ließen sie mit Stimmkraft und Feuerzauber die Zeit der Barockopern wieder auferstehen. Opulent fiel auch die Projektionsshow von Herbert Liedel aus: Akribisch hatte der Fotograf und Buchautor in seiner Heimatstadt Nürnberg nach verborgenen barocken Ecken und Winkeln geforscht und aus den Ergebnissen einen eindrucksvollen Bilderreigen geschaffen. Der Schlussakkord war dann wie schon des öfteren dem Nürnberger Ober-Feuerwerker Götz Schwörer vorbehalten. Lautstark untermalt von den Vier Jahreszeiten, entfachte er ein Feuerspektakel mit brennenden Girlanden, taumelnden Raketen und vielfarbigen Flammenblumen. Clemens Helldörfer |
| 26.8.2002 0:00 MEZ |
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