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    <title>Leben</title>
    <link>http://www.myway.de/manfrededinger/Leben/Blog/Blog.html</link>
    <description>Dieses Blog ist ein Versuch, mich mit dem, was mich beschäftigt, am Leben zu beteiligen. Texte und Fotos sind von mir selbst und ich freue mich, wenn sie Verbreitung finden. Ich bin 1957 geboren und lebe in München.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Manfred Edinger&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Kontakt: manfrededinger@myway.de</description>
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      <title>Vom Materialismus zum Humanismus&#13;&#13;Gedanken zum Scheitern der Klimaverhandlungen in Bonn</title>
      <link>http://www.myway.de/manfrededinger/Leben/Blog/Eintrage/2010/6/13_Vom_Materialismus_zum_HumanismusGedanken_zum_Scheitern_der_Klimaverhandlungen_in_Bonn.html</link>
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      <pubDate>Sun, 13 Jun 2010 12:46:41 +0200</pubDate>
      <description>Der Text entstand als Leserbrief zu einem Gastkommentar des Leiters des Fraunhofer-Instituts für solare Energiesysteme, Eicke R. Weber, in der SZ vom 11.6.10&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Eicke R. Weber schlägt angesichts des erneuten Scheiterns der internationalen Klimapolitik beim Klimagipfel in Bonn vor, statt der nach Verzicht klingenden Forderung &amp;quot;Verringerung der Emissionen&amp;quot; als Ziel lieber die hundertprozentige Versorgung mit erneuerbaren Energien für alle Länder zu setzen. Dieser Vorschlag ist sicher richtig, trifft aber nicht den Kern der Probleme in der Umweltpolitik. Denn selbst wenn alle Länder ihren Energiebedarf ausschließlich aus erneuerbaren Energien decken würden, bliebe das Problem der Gerechtigkeit, also der Angleichung des Lebensstandards. Und es ist kaum vorstellbar, dass alle Bewohner dieser Erde so leben, wie die Deutschen oder gar die US-Amerikaner. Selbst wenn sie ihren dazu nötigen Energiebedarf zu 100 % aus erneuerbaren Energien decken würden, würde das über den Verbrauch materieller Ressourcen wie Bodenschätze, Wasser und Land sowie der daraus resultierenden Folgeprobleme z.B. Entsorgung des entstehenden (Gift-)Mülls zum schnellen Kollaps des Ökosystems Erde führen. Es wird nicht möglich sein, dass die Chinesen, Inder, Afrikaner und alle weiteren &amp;quot;Entwicklungs- und Schwellenländer&amp;quot; einen ähnlichen Pro-Kopf-Verbrauch an Häusern, Haushaltsgeräten, (Elektro-) Autos, Flugreisen, Lebensmitteln, iPods, -Pads und -Phones usw. haben wie die Deutschen oder die US-Amerikaner.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Zudem ändert die alleinige Umstellung auf erneuerbare Energien nichts an der Art unseres Wirtschaftens und den damit einhergehenden sozialen Folgeproblemen, die wir derzeit zunehmend erleben. Wirtschaftswachstum schafft auf Dauer keine Arbeitsplätze, auch wenn dies gebetsmühlenartig wiederholt wird. Es tut das Gegenteil, wie wir seit Jahren beobachten können. Deshalb greift das vom Autor und auch von Umweltverbänden oft angeführte Argument, dass durch die Umstellung auf erneuerbare Energien mehr Arbeitsplätze entstünden, nicht. Erstens werden dadurch auf der Seite der konventionellen Energieerzeugung Arbeitsplätze abgebaut. Und zweitens werden auch diese neuen Arbeitsplätze durch das unserem Wirtschaftssystem zugrunde liegende Prinzip der Konkurrenz und der deshalb ständig nötigen Rationalisierungsmaßnahmen z.T. wieder vernichtet.  Ein auf materielles Wachstum ausgerichtetes wirtschaftliches Denken kann keine Rücksicht auf immaterielle Faktoren wie z.B. (menschliches) Leiden nehmen, wenn diese der Profitsteigerung im Wege stehen. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Ich glaube auch, dass bei den Massnahmen gegen die globale Umweltzerstörung die zentrale Botschaft nicht Verzicht sein sollte. Das geschieht aber zwangsläufig, solange die internationale Umweltpolitik von derselben Frage bestimmt ist wie die Wirtschaft: Wie kann ich oben bleiben bzw. nach oben kommen in einem System, das nicht genug Platz für alle hat. In diesem Denken müssen entweder die Oberen verzichten, indem sie absteigen, oder die Unteren müssen auf auf ihren Aufstieg verzichten. Eine Änderung dieser Haltung wird dann möglich, wenn die Erkenntnisse der Ökologie, dass es ein Überleben nur miteinander und nicht gegeneinander geben kann, ernstgenommen werden. In einem solchen Denken gibt es kein Oben und Unten, da sitzen alle im selben Boot. Wenn außerdem klar ist, dass das Boot Platz für alle hat , d.h. die Erde immer noch ausreichend Lebensgrundlagen für alle Lebewesen auf ihr bietet – und das tut sie, dann sollte es bei allen Debatten über die gegenwärtigen (Umwelt-)Krisen um zwei Fragen gehen: Wie können wir diese Lebensgrundlagen erhalten? Und: Wie können wir sie gerecht verteilen, um gemeinsam zu überleben? Wenn diese Fragen in der internationalen Klimapolitik diskussionsleitend wären, dann würde deutlich werden, dass es nicht um Verzicht geht, sondern darum, etwas zu gewinnen: Sicherheit und Lebensqualität durch gemeinsame Fürsorge für das Leben und seine Grundlagen. Dies entspräche dann aber einem – auch die Wirtschaft betreffenden – Paradigmenwechsel vom Materialismus hin zum Humanismus.&lt;br/&gt;</description>
    </item>
    <item>
      <title>Lieber ein &#13;kalter Krieger...&#13;&#13;Zur Situation schwuler Männer im Zeitalter der Integration</title>
      <link>http://www.myway.de/manfrededinger/Leben/Blog/Eintrage/2010/5/30_Lieber_ein_kalter_KriegerZur_Situation_schwuler_Manner_im_Zeitalter_der_Integration.html</link>
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      <pubDate>Sun, 30 May 2010 13:55:29 +0200</pubDate>
      <description>Der folgende Text entstand als Entwurf für einen Beitrag zum Programmheft des 30. Münchner Christopher-Street-Day, den ich aus der Sicht eines Teilnehmers des ersten Münchner CSD von 1980 schrieb.&lt;br/&gt;Der CSD ist eine weltweit in vielen Städten stattfindende Veranstaltung zur Erinnerung an die Ereignisse in der New Yorker Christopher Street, bei denen sich in der Nacht vom 27. auf den 28. Juni 1969 erstmals Lesben, Schwule und Transsexuelle im „Stonewall Inn“ gegen eine der damals üblichen Polizei-Razzien in schwul-lesbischen Lokalen gewehrt haben. Eine Ursache für die aufgewühlte Stimmung, die zu diesen Ereignissen führte, war, dass am Tag zuvor Judy Garland unter der Beteiligung von Tausendenden von Schwulen in New York beerdigt worden war. Ihr Lied „Somewhere over the Rainbow“ war zu einem Zeichen für die Hoffnung auf eine bessere Welt geworden und begründete schließlich den Regenbogen als internationales schwul-lesbisches Symbol.  &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;„Deine Stadt. Deine Community. Deine Freiheit.“ Der Slogan des diesjährigen Münchner CSD zeigt, dass wir in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind. Als ich vor 30 Jahren bei der ersten Münchner „Stonewall-Demo“ das Fronttransparent mit der Aufschrift „Schwul na und?“ mittrug, hatte ich – wie vermutlich alle, die teilnahmen – Angst vor Anfeindungen und Angriffen. Und wir fürchteten uns vor den Konsequenzen, die diese Veröffentlichung unserer Homosexualität für unser berufliches und privates Leben haben konnte. Am Straßenrand standen jede Menge Zivilpolizisten, die uns fotografierten und filmten, und ich weiß noch, dass ich dachte: Ab jetzt gibt es kein Zurück mehr. Aber wohl Keine/r der Beteiligten dieses ersten Münchner CSD hätte sich träumen lassen, dass Lesben und Schwule in 30 Jahren dorthin kommen könnten, wo wir heute stehen. Ich erlebe diese allgemein als Erfolgsgeschichte gefeierte Entwicklung allerdings als durchaus zwiespältig und finde es wichtig, sie auch einmal aus einem anderen Blickwinkel zu beleuchten. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Als ich im Sommer 1978 mit 21 Jahren nach München kam, hatte ich eine Kindheit und Jugend hinter mir, die geprägt war von der Angst, jenes zunächst namenlose und später als „schwul“ erkannte Gefühl der Sehnsucht in mir könnte sichtbar werden. Denn es wurde als unmännlich, als „weibisch“ verachtet. Homosexuelle beiderlei Geschlechts wurden zudem als Kinderverderber, als triebhaft, und als für den Rest der Menschheit gefährlich verfolgt. Sie galten als liebes- und beziehungsunfähig, Liebe und Beziehung konnte es nur zwischen Mann und Frau in den dazugehörigen Rollen „oben“ und „unten“ geben. Die Vorstellung, dass zwei Menschen desselben Geschlechts einander lieben könnten, stellte die Jahrtausende geltende Rollenaufteilung zwischen Mann und Frau in aktiv und passiv in Frage. Darin liegt ein wesentlicher Grund für die ebenso alte Tabuisierung und Verfolgung von Homosexualität. Der Begriff Homosexualität bedeutet Gleichgeschlechtlichkeit. Er steht damit für die Möglichkeit einer Liebesbeziehung zwischen gleichberechtigten Menschen. Es waren vor allem Männer, die sich in ihrem Selbstbild als dominant gegenüber passiven, schwachen Frauen bedroht fühlten von der Vorstellung einer Sexualität, in der es kein Oben und Unten gibt. Franz-Josef Strauß brachte diese Angst 1971 auf den Punkt mit seinem Ausspruch: „Ich will lieber ein kalter Krieger sein als ein warmer Bruder“. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Stonewall und das Erstarken der Lesben- und Schwulenbewegung in den 60er und 70er Jahren gingen einher mit einem Erstarken der Frauenbewegung. Sie waren nur möglich, weil immer mehr Frauen die Aufspaltung der Menschheit in aktive und passive Wesen in Frage stellten. Und auch eine Bewegung von heterosexuellen Männern hoffte in dieser Zeit, in der das Selbstbild des Mannes als Krieger die Welt zunehmend an den Abgrund eine finalen Krieges brachte, auf eine bessere Welt, wenn Männer aufhören könnten, Stärke demonstrieren und miteinander um Frauen und Territorien konkurrieren zu müssen. All diesen Bewegungen war klar, dass der Weg in eine friedlichere Welt über die Veränderung der Geschlechtsrollen und damit auch über eine Enttabuisierung der Homosexualität führen musste. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Wie viele Lesben und Schwule hatte auch ich damals mein Coming-out mit einer Mischung aus Wut und Angst: Wut über die Verachtung, Unterdrückung und Gewalt, die uns und Generationen vor uns angetan worden war, und Angst, wir könnten es nicht überleben, mit unseren Familien und der Welt, wie wir sie kannten, zu brechen. Reihenweise distanzierten sich „liebende Familienväter“ von ihren schwulen Söhnen und lesbischen Töchtern bis hin zu deren Verstoßung. Aber wir hatten die Hoffnung auf eine bessere, liebevollere Welt – „somewhere over the rainbow“. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Tatsächlich kam es dann ganz anders, wie wir heute erkennen müssen. Eine angesichts der zunehmenden Rollenverweigerung von Frauen und des massenhaften Coming-outs von Lesben und Schwulen in ihren Grundfesten bedrohte Männergesellschaft bot diesen die Teilhabe an ihren Privilegien an – vorausgesetzt sie wären dazu bereit, sich den bestehenden Werten zu unterwerfen und zu vergessen, dass es ebendiese Werte gewesen waren, die zur ihrer Unterdrückung und Verfolgung geführt hatten. Und wir alle, froh, von unseren Vätern doch noch ein Zeichen der Akzeptanz zu bekommen und nicht länger unterdrückt und verfolgt zu werden, nahmen es dankbar an, nun endlich „normal“ sein und auch Bürgermeister, Bundeskanzlerin und Außenminister werden zu dürfen. Der Preis dafür ist, dass wir aufhören, uns mit unserer persönlichen und kollektiven Leidensgeschichte zu beschäftigen. (Wer kennt heute noch den Hintergrund des CSD?) Homosexualität wurde aus Gesetz- und Psychiatriebüchern ersatzlos gestrichen und wir wurden auf Knopfdruck in die Normalität befördert. War da was?  Schwule und Lesben wollen heute keine Opfer = Schwächlinge mehr sein und ein Großteil der Frauen setzt feministisch mit problematisch und unattraktiv gleich. Wir alle wollen heute vor allem eines sein: erfolgreich. Und dafür müssen wir aktiv und konkurrenzfähig sein – echte Männer eben. Um allen Zweifeln vorzubeugen, sind Schwule, Lesben und heterosexuelle Frauen oftmals die besseren Männer. Die Härte von Angela Merkel wird allgemein bewundert, aber auch Guido Westerwelle wird kaum jemand vorwerfen können, er sei ein Weichei. Und der Durchschnittsschwule dürfte den Durchschnittshetero in puncto Muskelmasse längst um Längen geschlagen haben. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Diese im Sinne einer freundlichen Übernahme ablaufende gesellschaftliche Integration hat dafür gesorgt, dass die Aufteilung der Welt in Oben und Unten mit dem daraus resultierenden Prinzip der Konkurrenz erhalten blieb. Die Aufteilung verläuft nun unabhängig von Geschlecht und sexueller Orientierung zwischen Gewinnern und Verlierern. Genau das bringt die Sparkassenwerbung, die dem CSD-Motto zugrunde liegt, auf den Punkt. Eine schwule Version dieses Slogans lautet: „Mein Bizepsumfang. Meine Schwanzgröße. Meine sexuellen Praktiken.“ Entsprechende Klischees bestimmen große Teile der schwulen Szene, und der Druck, ihnen gerecht zu werden, reicht bis in die intimsten Winkel schwuler Beziehungen. Wir haben es aufgegeben, den ehemals für unsere eigene Diskriminierung verantwortlichen Mechanismus der Spaltung in Frage zu stellen. Stattdessen konkurrieren wir nun auch miteinander darum, „top“ zu sein. Ganz im Sinne „männlicher“ Werte geht es in großen Teilen der schwulen Szene um den ständigen Beweis der eigenen Männlichkeit, um auf dem Markt als Sexualpartner konkurrieren zu können. Kategorien wie „Military“, „Uniform“ und „BDSM“ (Bondage &amp;amp; Discipline, Dominance &amp;amp; Submission, Sadism &amp;amp; Masochism) haben Hochkonjunktur auf schwulen Pornoseiten mit Namen wie „Top Studs“ und „Gay Alpha Males“. In entsprechenden Szenen werden die „Schwachen“ und „Passiven“ für ihre Unmännlichkeit bestraft. In schwulen Internet-Kontaktforen sind Männer mit „Heteroqualitäten“ gefragt. Paradoxer- und konsequenterweise müssen wir im Rahmen dieser „Vermännlichung“ unsere Sexualität den überkommenen heterosexuellen Geschlechtsrollen unterwerfen: „Aktiv“ und „passiv“ dürften die in diesen Kontaktforen am häufigsten benutzten Begriffe sein. Das Wort „Liebe“ scheint dagegen geradezu tabu zu sein. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Hinter diesen Kulissen wiederholt sich das durch die „Integration“ unverarbeitet gebliebene Drama der Qualen unserer persönlichen Kindheit und unserer kollektiven Geschichte: Wir hoffen, dass ein großer starker Mann, der uns wegen unserer „weichen“ Liebesgefühle ablehnt (unser Vater / Vater Staat), uns annehmen wird, wenn wir es schaffen, der tapfere Junge / der harte Mann zu werden, der dessen Bild von Männlichkeit nicht in Frage stellt. Michael Cunningham schreibt in seinem Roman „The Hours“ vom „Hang schwuler Männer, die Jungs zu imitieren, die sie auf der Schule gequält hatten“. Was wir bei dieser „Identifikation mit dem Aggressor“ übersehen, ist, dass daraus wieder Qual entsteht, weil es im Wesen dieses Bildes von Männlichkeit liegt zu konkurrieren. Konkurrenz und Liebe aber schließen einander aus. Erst wenn wir das verstehen und aus unserer Geschichte lernen, werden wir aufhören können, Angst zu haben, nicht gut (männlich) genug zu sein, und anfangen können zu lieben. Und erst dann werden wir das Leben jenseits des Regenbogens verwirklichen können, das die Erde derzeit so dringend braucht.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Links&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Zu den Hintergründen des Christopher-Street-Day:&lt;br/&gt;&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Stonewall&quot;&gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Stonewall&lt;br/&gt;&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;Die offizielle Webseite des Münchner CSD:&lt;br/&gt;&lt;a href=&quot;http://www.csd-muenchen.de/web/index.php/homepage.html&quot;&gt;http://www.csd-muenchen.de/web/index.php/homepage.html&lt;br/&gt;&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;Eine Infragestellung des überkommenen Männlichkeitsbildes findet sich in dem vor kurzem veröffentlichten „Männermanifest“ der GRÜNEN:&lt;br/&gt;&lt;a href=&quot;http://www.maennermanifest.de/&quot;&gt;www.maennermanifest.de&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Ein Text von mir selbst zu den Problemen bei der Entwicklung einer homosexuellen Identität findet sich in der folgenden PDF-Datei:&lt;br/&gt;&lt;a href=&quot;Eintrage/2010/5/30_Lieber_ein_kalter_KriegerZur_Situation_schwuler_Manner_im_Zeitalter_der_Integration_files/gleich_anders-1-1.pdf&quot;&gt;gleich_anders-1-1.pdf&lt;/a&gt;</description>
    </item>
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      <title>Paar-Ikonen gestern und heute</title>
      <link>http://www.myway.de/manfrededinger/Leben/Blog/Eintrage/2010/3/20_Paar-Ikonen_gestern_und_heute.html</link>
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      <pubDate>Sat, 20 Mar 2010 09:43:51 +0100</pubDate>
      <description>Im Musik-Blog der Süddeutschen Zeitung findet sich ein Interview mit Suze Rotolo, der ehemaligen Freundin von Bob Dylan, die mit ihm zusammen auf seinem 1963 erschienenen Album „The Freewheelin’ Bob Dylan“ (das mit „Blowin’ in the Wind“) abgebildet ist. Obwohl ich das Album seit langem kenne, habe ich erst jetzt das Foto bewusst betrachtet und es berührt mich sehr. Man sieht die beiden wie sie bei Schnee und offensichtlicher Kälte auf einer NewYorker Straße laufen. Bob Dylan trägt eine zu dünne Wildlederjacke von der er zudem nur zwei Knöpfe zugeknöpft hat, er hat die Hände in den Taschen und schaut auf den Boden während seine Freundin, die dem Wetter entsprechend gekleidet ist, in die Kamera blickt und „so ungemein sympathisch lächelt und sich an ihren frierenden Freund schmiegt“ wie Johanes Waechter der Autor des Blogs schreibt. Es ist ein sehr sprechendes Bild. Der Mann zeigt seine Männlichkeit indem er die Kälte ignoriert (obwohl er sichtlich friert), er nimmt keinen Kontakt mit dem Betrachter (Fotografen) auf, und auch nicht mit seiner Freundin. Die Frau schaut offen und freundlich in die Kamera und versucht ihrem Freund die ihm sichtlich fehlende Wärme zu geben – so weit er es eben zulassen kann: Fast beschützend umfasst sie seinen linken Arm mit ihren Armen, den daran hängenden, vorauseilenden Mann nicht wirklich erreichen könnend. &lt;br/&gt;Der Titel des Beitrags „Ich wollte nicht Bobbys Puppe sein“ zeigt, dass Suze Rotolo unter dieser Geschlechter-Dynamik gelitten hat und die Beziehung deshalb beendet hat. Wie im Interview deutlich wird, hat sie sich emanzipiert, ohne ihre Ideale zu verraten und ohne ihre Achtung vor der künstlerischen Leistung Bob Dylans zu verlieren. &lt;br/&gt;Bei aller Tragik des Nicht-Zusammen-Kommens, die dieses Foto ausstrahlt, hat es eine tiefe Poesie und es bleibt ein Hauch von Optimismus beim Betrachten: Suze Rotolo wirkt lebensfroh und liebesfähig, Bob Dylan bei aller männlichen Attitüde zumindest verletzlich. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Wie anders wirken im Gegensatz dazu die Fotos der heutigen Paar-Ikone David und Victoria Beckham. Die Beiden kommen mir auf Fotos völlig beziehungslos vor. Sie haben es aufgegeben, einander erreichen zu wollen und inszenieren stattdessen ihre Konkurrenz um ihren Warenwert. Beide interessieren sich offensichtlich nur für ihre jeweils eigene narzisstische und materielle Bestätigung. Victoria Beckham wirkt dabei fast noch abweisender und kälter als ihr Mann. Verglichen mit ihr ist selbst der „freewheelin’ Bob Dylan“ von 1963 geradezu rührend menschlich in seiner etwas hilflosen Männlichkeitsattitüde. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Ist das der Fortschritt im Verhältnis der Geschlechter, dass Frauen den Männern nicht mehr nachlaufen müssen, weil sie nun genauso beziehungsfähig sein dürfen wie diese? Und dass Männer ihre Beziehungsunfähigkeit jetzt unter Etiketten wie „metrosexuell“ oder „Macho-Style“ genauso materiell aufwendig zur Schau tragen müssen wie seit langem Frauen ihre Pseudoweiblichkeit? &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Links&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Foto des Albums „The freewheelin‘ Bob Dylan“ und Interview mit Suze Rotolo im Musikblog der SZ:&lt;br/&gt;&lt;a href=&quot;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/musikblog/suze-rotolo-im-interview-ich-wollte-nicht-bobbys-puppe-sein/#more-2112&quot;&gt;http://sz-magazin.sueddeutsche.de/musikblog/suze-rotolo-im-interview-ich-wollte-nicht-bobbys-puppe-sein/#more-2112&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Fotos von Victoria und David Beckham bei gala.de:&lt;br/&gt;&lt;a href=&quot;http://www.gala.de/beauty_fashion/fashion/67927/Victoria-Beckham-und-David-Beckham-Mein-Stil-ist-dein-Stil.html?cp=5&amp;back_link=%2Fbeauty_fashion%2Fbeauty%2F67908%2FVictoria-Beckham-und-David-Beckham-Gemeinsam-getrimmt.html#&quot;&gt;http://www.gala.de/beauty_fashion/fashion/67927/Victoria-Beckham-und-David-Beckham-Mein-Stil-ist-dein-Stil.html?cp=5&amp;amp;back_link=%2Fbeauty_fashion%2Fbeauty%2F67908%2FVictoria-Beckham-und-David-Beckham-Gemeinsam-getrimmt.html#&lt;/a&gt;</description>
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      <title>Der Umgang mit Missbrauch und Gewalt&#13;</title>
      <link>http://www.myway.de/manfrededinger/Leben/Blog/Eintrage/2010/3/7_Der_Umgang_mit_Missbrauch_und_Gewalt.html</link>
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      <pubDate>Sun, 7 Mar 2010 17:33:46 +0100</pubDate>
      <description>Der folgende Text entstand als Leserbrief an die Süddeutsche Zeitung anlässlich der derzeitigen Welle von Veröffentlichungen über sexuellen Missbrauch und Gewalt an kirchlichen Schulen und Internaten. Er gibt bedingt durch die Grenzen des Leserbriefformats sehr kurz einige meiner Gedanken zu diesem Thema wieder.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Die derzeitige Fokussierung der Diskussion auf die lückenlose juristische Aufklärung der Missbrauchsfälle beinhaltet die Gefahr, dass die Aufklärung der tieferen Ursachen auf der Strecke bleibt. Eine wichtige Frage ist meines Erachtens, warum sich diese Kinder in ihrer zweifellos extremen Not an niemand gewandt haben, auch nicht an ihre Eltern. Eigentlich kann das nur dadurch erklärt werden, dass sie nicht sicher waren, dass sie geschützt werden würden. Dies weist wiederum darauf hin, dass auch in unserer Kultur Kinder häufig nicht ernst genommen oder bei Konflikten als schuldig betrachtet werden. Die Schuldzuweisung an die kindlichen Opfer würde auch erklären, warum niemand ihnen zu Hilfe kam, obwohl ein Teil der an ihnen verübten Übergriffe offen sichtbar war.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Es muss auch benannt werden, was die Täter dazu treibt, solche Taten zu verüben. Sie wie üblich als „böse“ zu stilisieren, erklärt nichts und es wird vor allem nichts dazu beitragen, solche Taten zu verhindern. Die Täterforschung zeigt klar, dass kein Mensch ein Kind misshandelt oder missbraucht, wenn nicht ihm selbst etwas Ähnliches angetan wurde. Das heißt nicht, dass alle früheren Opfer zu Tätern werden. Ein Großteil von ihnen versucht, in der Kindheit erlebte Gewalt zu verarbeiten, indem er sich selbst die Schuld dafür gibt und weiterhin innerlich gegen sich wütet. Nichts anderes sind die Depressionen, Minderwertigkeitsgefühle, Suizidgedanken und –versuche etc., von denen auch die Opfer dieser Missbrauchsserie berichten. Ein anderer Teil versucht damit fertig zu werden, indem er das Erlebte an andere weitergibt, die nun ähnlich ohnmächtig sind, wie er selbst es war: an (seine) Kinder. In beiden Varianten bleiben die ursprünglichen Täter geschützt: Sie können von den Opfern aufgrund der Abhängigkeit von ihnen oder wegen ihrer Übermacht nicht in Frage gestellt oder zumindest nicht offen beschuldigt werden. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Um einen Weg aus diesen selbst- und fremdzerstörerischen Verarbeitungen erlebter Gewalt zu finden, muss das, was geschehen ist, klar erkannt, die Verantwortlichkeit des Täters klar benannt werden. Dazu brauchen alle Opfer die Begleitung von Menschen, die ihre Glaubwürdigkeit und ihre Unschuld an der Gewaltsituation nicht in Frage stellen. Nur dann können sie es wagen zu sagen, was ihnen angetan wurde und aufhören, ihre Wut gegen sich selbst oder andere Unschuldige zu richten. Das erklärt, warum derzeit so viele ehemals schweigende Missbrauchsopfer sich melden: Im Rahmen der klaren Benennung der Täter durch die Medien können sie anders als in ihrer Kindheit nun erstmals hoffen, eindeutig als Opfer gesehen zu werden.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Es ist also sehr wichtig, nicht nur die Aufdeckung von Taten und die Bestrafung der Täter zu fordern sondern auch zu fragen, was Kinder brauchen, damit sie sich schützen können. Solange diese Frage nicht gestellt wird, bleiben die derzeitigen Beschwichtigungen, dass sich die Zustände geändert haben, zweifelhaft: Es könnte sein, dass auch heutige Kinder sich nicht trauen, ihnen zugefügtes Leid mitzuteilen. &lt;br/&gt;</description>
    </item>
    <item>
      <title>Neue Werte braucht das Land.&#13;Versuch über die Stärke</title>
      <link>http://www.myway.de/manfrededinger/Leben/Blog/Eintrage/2010/1/5_Neue_Werte_braucht_das_LandVersuch_uber_die_Starke.html</link>
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      <pubDate>Tue, 5 Jan 2010 09:13:52 +0100</pubDate>
      <description>Im Forum einer Webseite über Zimmerpflanzen fand ich vorgestern einen Eintrag von jemandem, der einen Schmetterling, ein Tagpfauenauge, in seiner Wohnung gefunden hatte. Er wollte wissen ob er ihn in der Wohnung lassen könne, wenn er eine Chance habe solle, den Winter zu überleben. Während ich das las, meldeten die Radio-Nachrichten, dass bei der „Rallye Dakar“ in Argentinien eine Frau getötet und vier weitere Zuschauer verletzt worden seien, als ein deutscher Fahrer von der Bahn abgekommen sei. Die Frau sei das 57. Todesopfer in der 31-jährigen Geschichte dieses Rennens. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Die Synchronizität dieser beiden Geschichten kam mir vor wie ein Symbol für den Punkt, an dem wir in der globalen Entwicklung stehen. In ihnen drücken sich meines Erachtens zwei mögliche Sichtweisen auf das Leben aus. Die eine steht für die Sorge um das Wohlergehen anderer, die andere für den Drang, diese zu besiegen. Die eine für Mitgefühl, die andere für Konkurrenz. Die zentralen Begriffe der Geschichten suggerieren eine noch weitergehende Alternative: die zwischen Leben und Tod. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Sport ist ein wesentlicher Teil unserer Gesellschaft. Das zeigt sich nicht nur an der Reaktion der Massen und der Medienberichterstattung, er ist auch politisch verankert, beispielsweise im Sportausschuss des Bundestages. Wir können also davon ausgehen, dass sich im Sport zentrale Werte unserer Kultur ausdrücken. Möglicherweise interessiert sich die Mehrheit der Bevölkerung nicht für solche Extrem-Varianten wie die Rallye (Paris-)Dakar, zu der es offensichtlich gehört, auch die Tötung von Menschen in Kauf zu nehmen (statistisch gesehen 1,8 pro Veranstaltung – spontan musste ich an den Film „Rollerball“ denken, der 1975 entstand, drei Jahre vor der ersten Rallye Paris-Dakar). Nichtsdestotrotz findet sie jährlich statt und hat ihren Platz in allen wichtigen Medien. Und vielleicht bringt gerade diese Extrem-Variante etwas für unser gesellschaftliches Wertesystem Wesentliches auf den Punkt: Es geht um Konkurrenz, Kampf und Sieg um fast jeden Preis. Es geht darum, hart zu sein und kein „Warmduscher“, kein „Weichei“. Das Vokabular der dazugehörigen Berichterstattung klingt nach Krieg, ohne dass uns dies im allgemeinen besonders auffallen oder stören würde:&lt;br/&gt;„Vettel sagt Button Kampf an&lt;br/&gt;Als Wüstenkönig Sebastian Vettel von seinem Team auf Schultern durchs Fahrerlager getragen wurde, wollte das Grinsen gar nicht mehr aus seinem Gesicht weichen. Immer wieder reckte der 22-Jährige nach dem Sieg beim Formel-1-Finale in Abu Dhabi beinahe drohend den Zeigefinger nach oben. Es schien, als wollte &amp;quot;Super-Seb&amp;quot; mit dieser Geste Weltmeister Jenson Button bereits den Kampf für 2010 ansagen. Vettels Gedanken drehten sich auch schon um die nächste Saison. Dann soll es mit dem WM-Titel klappen. Und wie sieht sein Fahrplan dafür aus? &amp;quot;Volle Attacke&amp;quot;, sagt Vettel angriffslustig und seine Augen funkeln dabei wild entschlossen. Der Red-Bull-Pilot war in dieser Saison die Entdeckung schlechthin, vier Siege feierte er.“ (N-TV-online 2.11.09). &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Die Einstellung, die sich darin ausdrückt, finden wir nicht nur im Sport sondern in allen Bereichen unserer Gesellschaft wieder. Da müssen in der Wirtschaft Unternehmen konkurrenzfähig bleiben, um sich gegen andere durchzusetzen (und dafür selbstverständlich Opfer in Form von Arbeitsplätzen bringen), da muss die Politik dafür sorgen, dass der Standort Deutschland nicht von anderen, z.B. Schwellenländern wie Indien, überholt wird usw. Und letztlich erleben die meisten Menschen es nicht nur beruflich sondern auch privat ganz ähnlich: Ich muss besser (als der andere) sein, damit ich nicht untergehe. Es scheint in diesem Prinzip nur einen akzeptablen Platz zu geben: die Spitze. Konsequent zu Ende gedacht bedeutet das: Es kann nur einen geben, alle anderen sind „Loser“. (Entsprechend findet sich bei N-TV-online kurz nach dem oben zitierten Beitrag über den Rennfahrer Sebastian Vettel ein weiterer mit der Überschrift: „Vettel erster Verlierer“ zu dessen zweiten Platz bei einem Rennen.)&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Das Leben als Kampf – survival of the fittest: Könnte es sein, dass die globale Krise, die Bedrohung des menschlichen Lebens auf der Erde (und nicht nur des menschlichen) durch ein Verhalten hervorgerufen wurde, das auf dieser Sichtweise beruht? Könnte es sein, dass wir immer dann, wenn wir entsprechend dieser Sichtweise handeln, den (sozialen) Tod anderer in Kauf nehmen, um selbst zu überleben? Und kann es sein, dass das ein Irrtum ist, der uns selbst das Leben kosten wird, wenn wir ihn nicht erkennen und uns ändern? Wir wissen heute, dass wir – als einzelne Menschen und als menschliche Spezies – nicht gegen andere überleben können. Dass wir nur gemeinsam mit anderen überleben können, insbesondere auch mit anderen Arten, die uns bisher feindlich, minderwertig oder unwichtig vorkamen. Vieles spricht dafür, dass das Prinzip des Lebens nicht Konkurrenz sondern Kooperation ist. Leben auf der Erde konnte entsprechend unserem gegenwärtigen Wissen überhaupt nur durch eine solche „Zusammenarbeit“ verschiedener Grundstoffe entstehen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Wenn wir diese Erkenntnis ernst nehmen, dann sind die Werte, die dem Sport, wie er bis heute betrieben, gefördert und bejubelt wird, ebenso wie allen anderen öffentlichen Lebensbereichen zugrunde liegen, anachronistisch. Dann ist aber auch unser persönliches Wertesystem, unsere private Sicht auf das (eigene) Leben revisionsbedürftig.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Aber wie schwer fällt uns hier bei aller Einsicht die Veränderung. Kommt uns das Verhalten eines Menschen, der ein Internet-Forum bemüht, um einen Schmetterling (der noch nicht mal auf der Liste der gefährdeten Tierarten steht) zu retten, nicht leicht verrückt vor? Würde ich selbst es riskieren, mich mit einer solchen Aktion in den Augen der Mehrheit lächerlich zu machen? Also ganz ehrlich: Sexy ist das nicht oder? Begehrenswert finden wir dann vielleicht doch eher den Rallye-Sieger. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Dahinter stehen unsere Vorstellungen von „Stärke“ und „Schwäche“ und deren Bedeutung für unser Sicherheitsgefühl. Könnte es aber sein, dass Siegen eigentlich Ausdruck einer „Schwäche“ im Sinne dieser Vorstellungen ist, nämlich der Angst, minderwertig zu sein, wenn ich nicht an der Spitze stehe, und dass diese Angst zu lebensfeindlichem Verhalten führt? (Dann wäre es natürlich wichtig, sich um diese Angst zu kümmern statt weiter siegen zu müssen, um die Angst nicht zu spüren.) Und dass Fürsorge eine Stärke ist, weil sie sich auch um andere kümmern kann und dadurch für das Überleben aller sorgt?&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;PS: Die Sensibilisierung für diese Gedanken verdanke ich sicherlich dem Anruf eines Mannes, der sich auf die Veröffentlichung eines Leserbriefes zum Klimawandel in der SZ (siehe Blog-Eintrag vom 31.12.09) meldete. Er sagte, dass er selbst immer wieder versuche, darauf aufmerksam zu machen, welche klimaschädlichen Folgen Autorennen wie z.B. die Rallye Paris-Dakar hätten, bei der – abgesehen von Auswirkungen der Rennen selbst – Mannschaften und Autos über Tausende von Kilometern transportiert würden. Es finde allerdings mit diesem Thema wenig Gehör. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Buch&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Joachim Bauer: Prinzip Menschlichkeit – Warum wir von Natur aus kooperieren; Heyne Taschenbuch&lt;br/&gt;Ein aus meiner Sicht sehr wichtiges und gut lesbares Buch zu neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen</description>
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