| Dieser Text basiert auf einem Artikel
für die PRO BAHN Post März 2026. Bearbeitungsstand:23.2.2026 |
PRO BAHN – viel gefragt
Immer wenn es um Bahn- oder ÖPNV-Themen geht, ist der Fahrgastverband PRO BAHN bei Politik und Medien ein viel gefragter Gesprächspartner. Neben Interviews, Austausch via E‑Mail oder persönlichen Gesprächsterminen war PRO BAHN bereits mehrfach bei Anhörungen, zum Beispiel im Deutschen Bundestag vertreten. Auch beim Bayerischen Landtag durften wir bereits unsere Positionen zu Infrastruktur, Baustellen und die Auswirkungen auf den Regionalverkehr darlegen.
In einer Sondersitzung behandelt der Ausschuss für Wohnen, Bau und Verkehr des Bayerischen Landtags am 16. März das Thema "Zukunft des Bahnverkehrs in Bayern". Als Vertreter der Fahrgäste ist Norbert Moy, Mitglied im Landesvorstand von PRO BAHN und Vorsitzender von PRO BAHN Oberbayern eingeladen. Auf der Gästeliste der Sitzung stehen weitere, teils hochrangige Gäste. Neben dem bayerischen Verkehrsminister Christian Bernreiter sollen die Vorstandsvorsitzende der DB, Evelyn Palla, und ihr Infrastruktur-Chef Dr. Philipp Nagl erscheinen. Die Positionen anderer Bahnunternehmen und von Bahngewerkschaften werden ebenfalls angehört. Informationen zur nur teilweise öffentlichen Ausschusssitzung gibt es unter www.bayern.landtag.de/parlament/ausschuesse-gremien/bauausschuss.
Unmittelbare Verbesserungen sind nach solchen Veranstaltungen nicht zu erwarten. Es ist aber wichtig, dass die Sicht der Fahrgäste in die Meinungsbildung der Ausschussmitglieder einfließen kann.
Die Tatsache, dass demnächst Kommunalwahlen stattfinden, beeinflusst zurzeit stark die Berichterstattung in den Medien. Im Fokus ist dabei naturgemäß der kommunale ÖPNV. In der Abendzeitung gab es am 23. Februar eine Doppelseite mit der Überschrift "Wo der ÖPNV in München wächst". Neben dem Hauptartikel, der sich damit befasst, wie weit die im letzten Koalitionsvertrag versprochene Tram-Offensive wirklich gekommen ist, wurden sechs Politiker und drei Experten zu ÖPNV-Themen befragt. Unter den drei Experten war auch Andreas Frank von PRO BAHN München.
In seinen Aussagen hebt er besonders die in München fehlende Kapazität von Betriebshöfen für Tram- und U‑Bahn hervor. Dieser Zustand, durch vergangene Versäumnisse von Politik und MVG verursacht, kommt im Wahlkampf bisher nicht vor, und wird auch ansonsten ungern politisch thematisiert. Neue U‑Bahnen oder die Eröffnung eines Stücks der Westtangente verkaufen sich halt besser. Die Position von PRO BAHN, dass Trambahnen schneller zu realisieren und billiger sind als U‑Bahnen wird zumindest teilweise von Parteien geteilt, allerdings nicht von allen. Der Wunsch von PRO BAHN nach einem weiteren "Beschleunigungsprogramm für Bus und Tram" hätte neben den Vorteilen für Fahrgäste auch den Effekt, dass die gleiche Leistung mit geringerem Personal- und Fahrzeugeinsatz erbracht werden könnte.
Es bleibt abzuwarten, wie die Wähler am 8. März entscheiden, und an welche Versprechungen sich die Parteien nach der Wahl noch erinnern.
Edmund Lauterbach
Quellen/Querverweise
© Edmund Lauterbach – 24.2.2026 /
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