Mehr Tram für München!
 


Konzept und Vorwort stammen vom August 2003.
Ergänzung Januar 2010.
 
 

 
München braucht mehr Tram. Bis auf einige Ewiggestrige zweifelt eigentlich niemand diese Zielvorgabe als Bestandteil eines zukunftsfähigen Verkehrskonzepts an. Nur: Zum einen passiert trotz dieser vom Stadtrat beschlossenen politischen Leitlinie viel zu wenig, und zum anderen hat man sich auch eher auf "München braucht ein bißchen mehr Tram" verständigt. Man will der Tram außer einigen bestehenden Strecken noch ein paar Tangentialtrassen überlassen.

Andererseits ist aber das Münchner U-Bahn-Netz nicht so dicht, als das zwischen den U-Bahn-Linien nicht Bedarf für zusätzliche leistungsfähige Radialstrecken vorhanden wäre. In der Vergangenheit wurden Tramstrecken stillgelegt, auch wenn sie deutlich außerhalb der fußläufigen Entfernung zu einer U-Bahn-Linie lagen. Es ging nicht um die Vermeidung doppelter Bedienung bestimmter Relationen, sondern darum, mittels Buszubringerlinien der teuren U-Bahn zusätzliche Fahrgäste aus dem ehemaligen Einzugsgebiet von Tramlinien zu beschaffen. Daß damit die Fahrgäste zu zusätzlichem Umsteigen gezwungen wurden und sich die Haus-zu-Haus-Reisezeiten oft nicht verbesserten, manchmal sogar verschlechterten, kümmerte nicht. Nicht zuletzt spielte auch die Anti-Tram-Ideologie bestimmter politischer Richtungen eine maßgebliche Rolle.

Fordert man jetzt mehr Tram, heißt es meist: wir wollen ja, aber die Widerstände ..., wir können ja gar nicht (und sind heimlich froh darüber). Schlägt man gar vor, einst stillgelegte und zwischenzeitlich abgebaute Tramstrecken wieder einzurichten, ist man schnell als wirklichkeitsfremder Utopist abgestempelt.

Trotzdem: Motto der hier dargestellten Ideen ist "München braucht nicht nur etwas mehr Tram, München braucht deutlich mehr Tram". Sie sollen einen klaren Gegenpunkt zur offiziellen Verkehrspolitik setzen und unbeeinflußt von verkehrspolitischer Mode zeigen, welche Tramstrecken sinnvoll sein können. Daß sich bei einem dichteren Tramnetz die Fahrgäste neu verteilen und U-Bahn-Linien relativ verlieren, ist klar. Ausgangspunkt muß deshalb immer sein, daß insgesamt mehr Menschen den Öffentlichen Verkehr nutzen. In einem Ballungsraum der Größe Münchens sollte dieses Ziel eine sehr hohe politische Priorität haben und eine dementsprechende Wirkung zeigen. Wer vor der Autolobby Angst hat, macht die falsche Politik.

Vielleicht gibt es doch irgendwann mal eine Verkehrswende, dann besteht eine Chance. Und wenn nicht, dann zeigen Linienvorschläge zumindest, was man haben könnte, wenn die Prioritäten anders – richtiger – wären.

Die im Stadtbahnkonzept von PRO BAHN vorgeschlagenen Streckenführungen wurden bei der Konzeption der Tramstrecken berücksichtigt und stellen im äußeren Stadtgebiet eine wichtige Ergänzung dar.
 

   

 

 
Die Diskussion

Den auf dieser Seite dargestellten Vorschlägen ging voraus, daß zunächst einmal ein Grundgerüst für das Konzept in der Newsgroup muc.verkehr zur Diskussion gestellt wurde. Einige, aber nicht alle dort geäußerten Wünsche und Ideen sind in das Konzept eingeflossen. In vielen Bereichen sind sicher andere, ebenso gute Varianten denkbar. Das Konzept wurde durch die Diskussion allerdings etwas mehr "sophisticated" als der erste Versuch.
 

   

 

 
Die Linien

   
20 Moosach – Dachauer Straße – Hauptbahnhof – Stachus – Sendlinger Tor – Müllerstraße – Reichenbachplatz – Isartorplatz – Deutsches Museum – Max-Weber-Platz – Einsteinstraße – Steinhausen – Eggenfeldener Straße – Bf Riem – Messestadt Riem    
21 Westfriedhof – Dachauer Straße – Stachus Nord – Lenbachplatz – Promenadeplatz – Marienhof – Marienplatz – Tal – Isartorplatz – Deutsches Museum – Zeppelinstraße – Mariahilfplatz – Fraunhoferstraße – Müllerstraße – Corneliusstraße – Viktualienmarkt – Sparkassenstraße – Marienhof – Promenadeplatz – Lenbachplatz – Stachus Nord – Dachauer Straße – Westfriedhof
  • Die Schleife Marienhof – Isartorplatz – Mariahilfplatz – Viktualienmarkt – Marienhof wird von dieser Linie nur in der genannten Richtung befahren. Entlang des Viktualienmarktes ist die Strecke eingleisig.
   
22 Romanplatz – Arnulfstraße – Hauptbahnhof – Stachus – Sendlinger Tor – Fraunhoferstraße – Mariahilfplatz – Lilienstraße – Deutsches Museum – Isartorplatz – Reichenbachplatz – Müllerstraße – Sendlinger Tor – Stachus – Hauptbahnhof – Arnulfstraße – Romanplatz
  • Die Schleife Sendlinger Tor – Mariahilfplatz – Isartorplatz – Sendlinger Tor wird von dieser Linie nur in der genannten Richtung befahren.
   
23 Blutenburg – Amalienburgstraße – Romanplatz – Arnulfstraße – Hauptbahnhof – Stachus – Sendlinger Tor – Müllerstraße – Isartorplatz – Lehel – Tivolistraße – Herkomerplatz – Effnerplatz – Cosimabad    
24 Anhalter Platz – Petuelring – Hohenzollernplatz – Kurfürstenplatz – Barer Straße – Karolinenplatz – Lenbachplatz – Stachus – Sendlinger Tor – Fraunhoferstraße – Ostfriedhof – Schwanseestraße – Cincinnatistraße – Pennstraße    
25 Altenheim Schwabing – Scheidplatz – Kurfürstenplatz – Barer Straße – Karolinenplatz – Lenbachplatz – Stachus Nord – Hauptbahnhof – Paul-Heyse-Straße – Goetheplatz – Kapuzinerstraße – Kolumbusplatz – Wettersteinplatz – Großhesseloher Brücke – Bavariafilmplatz    
27 Haderner Stern – Stiftsbogen – Gondrellplatz – Westendstraße – Elsenheimerstraße – Landsberger Straße – Hauptbahnhof – Stachus Nord – Lenbachplatz – Promenadeplatz – Marienhof – Marienplatz / Sparkassenstraße – Tal – Isartorplatz – Deutsches Museum – Zeppelinstraße / Lilienstraße – Mariahilfplatz – Candidplatz – Tierpark – Thalkirchen
  • Blockwende Stiftsbogen / Guardinistraße.
  • Marienplatz und Zeppelinstraße in Fahrtrichtung Thalkirchen.
  • Sparkassenstraße und Lilienstraße in Fahrtrichtung Hadern.
  • Wäre dort nicht inzwischen ein Radweg etabliert, könnte man über eine Verlängerung ab Thalkirchen auf der Trasse der ehemaligen Isartalbahn Richtung Solln nachdenken.
   
28 Freiham – Neuaubing – Pasing – Agnes-Bernauer-Straße – Siglstraße – Westendstraße – Kazmairstraße – Schwanthalerhöhe – Theresienwiese – Hauptbahnhof – Stachus Nord – Lenbachplatz – Promenadeplatz – Marienhof – Maximilianstraße – Max-Weber-Platz – Einsteinstraße – Ostbahnhof – Rosenheimer Straße – Ramersdorf – Langbürgener Straße – Krankenhaus Perlach – Ständlerstraße – Neuperlach Zentrum – Kafkastraße – Otto-Hahn-Ring – Neuperlach Süd
  • Führung im Bereich Ramersdorf / Perlach entweder über Langbürgener Straße und dann entlang Peralohstraße oder Hochäckerstraße oder über Ottobrunner Straße.
   
29 Klinikum Großhadern – Heiglhofstraße – Zöllerstraße – Lorettoplatz – Albert-Roßhaupter-Straße – Harras – Lindenschmittstraße – Oberländerstraße – Thalkirchner Straße – Sendlinger Tor – Stachus – Lenbachplatz – Promenadeplatz – Marienhof – Maximilianstraße – Max-Weber-Platz – Wörthstraße – Ostbahnhof – Kraillerstraße – St.-Veit-Straße – St.-Augustinus-Straße – Friedenspromenade – Wasserburger Landstraße – Haar, Hans-Stießberger-Straße    
32 Tucherpark – Englischer Garten – Münchner Freiheit – Parkstadt Schwabing – Funkkaserne – Heidemannstraße – Lieberweg – Harthof – Schleißheimer Straße – Goldschmiedplatz
  • Verlängerung zum Flugplatz Oberschleißheim, Flugwerft, Schleißheimer Schloß, Oberschleißheim als Touristiklinie denkbar. Führung dieser Kurse dann ab Fröttmaning – oder am Wochenende als "Museumstram" vom Deutschen Museum (Gleis zum Wenden in der Schwarzstraße) durchs Lehel und Englischen Garten zur Oberschleißheimer Flugwerft.
   
33 Parkstadt Solln – Drygalskiallee – Lochhamer Straße – Aidenbachstraße – Boschetsrieder Straße – Plinganser Straße – Harras – Ganghoferstraße – Schwanthalerhöhe – Gollierplatz – Donnersbergerbrücke – Rotkreuzplatz – Leonrodplatz – Hohenzollernplatz – Kurfürstenplatz – Herzogstraße – Münchner Freiheit – Parkstadt Schwabing – Funkkaserne – Heidemannstraße – Kieferngarten – Burmesterstraße – Fröttmaning
  • Auf dem Abschnitt Donnersbergerbrücke – Rotkreuzplatz ist die Nutzung der direkten und historischen Verbindung durch die Donnersbergerstraße wegen der Fußgängerzone Rotkreuzplatz wohl nicht mehr möglich. Als Alternativen sind denkbar:
    • Umfahrung von Fußgängerzone und Kaufhof durch die Pötschnerstraße,
    • Nutzung der Schulstraße anstatt der Donnersbergerstraße,
    • Führung der Linie über die Strecke Arnulfstraße – Renatastraße – Wendl-Dietrich-Straße.
   
35 Grünwald – Bavariafilmplatz – Großhesseloher Brücke – Wettersteinplatz – Ostfriedhof – Rosenheimer Platz – Max-Weber-Platz – Herkomerplatz – Effnerplatz – Cosimastraße – St. Emmeram    
36 Forstenrieder Allee – Fürstenrieder Straße – Laim – Romanplatz – Rotkreuzplatz – Leonrodplatz – Hohenzollernplatz – Kurfürstenplatz – Franz-Joseph-Straße – Englischer Garten – Tivolistraße – Herkomerplatz – Galileiplatz – Prinzregentenplatz – Ostbahnhof – Welfenstraße – Ostfriedhof – Wettersteinplatz    
37 Boschetsrieder Straße – Fürstenrieder Straße – Laim – Romanplatz – Amalienburgstraße    
38A Lüdersstraße/PEP – Quiddestraße – Karl-Marx-Ring – Gerhart-Hauptmann-Ring – Kafkastraße – Otto-Hahn-Ring – Neuperlach Süd – Bundeswehr-Universität – Wilhelm-Hoegner-Straße – Lüdersstraße/PEP
  • Gegenläufiger Tram-Ring für Neuperlach.
  • Linie 38B in Gegenrichtung.
   
39 Bf Riem – Messestadt Riem – Wasserburger Landstraße – Haar, Jagdfeldring – Bf Haar    



 

 
Das Netz

   

 

Liniengrafik



 

Die hier dargestellte Ergänzung des Trambahnkonzepts beruht auf folgenden Ideen:

  • eine Verbindung zwischen der geplanten Tram-Westtangente in Nymphenburg und Moosach,
  • eine Verlängerung von Moosach nach Untermenzing,
  • ein Tram-Anschluß in Karlsfeld an eine Stadtbahnstrecke nach Dachau.

Bestandteil des Konzepts ist die Verlegung der Tram-Wendeschleife von der Südostseite des Bahnhofs Moosach auf dessen Nordwestseite.

Weitere Stadtbahnstrecken sind eingezeichnet. Trotz der scheinbaren Detailliertheit der Darstellungen für Google Maps und Google Earth handelt es sich um Prinzipskizzen, die eine von mehreren Optionen konkretisieren.

Ausschnitt Google Earth


Andere Konzepte:

Weitere Querverweise:


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Zuletzt geändert am 31.1.2010 / © Edmund Lauterbach – Impressum / Kontakt